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Kinder sehen an einem Tag mehr Morde
als ein Polizeibeamter in seiner ganzen Dienstzeit.

Die Flut der Bilder von Gewalt und Menschenverachtung in den Medien ist unerträglich. Es muss mehr gegen diese mentale Umweltverschmutzung getan werden. Durch ein Deutlichmachen der Empörung und eine breite Unterstützung in der Bevölkerung können auch die Maßnahmen der Politiker wirksam unterstützt werden und die werbetreibenden Firmen ermutigt werden, sich auf diesen neuen Trend - menschlicheres Fernsehen, mit weniger Gewaltkonsum- einzustellen.

Wir wenden uns gegen die Verharmlosungsversuche der Medienmacher, die immer noch von der Wirkungslosigkeit der TV-Gewalt sprechen und eindeutige wissenschaftliche Beweise verlangen, die es natürlich niemals geben kann. Wer aber täglich Millionen an Werbegeldern einnimmt, kann nicht so tun, als wisse er nichts von der Wirkung des Fernsehens auf seine Zuschauer. Wer täglich stundenlang einen aggressiven Lebensstil "anbietet", kann davon ausgehen, dass er auch "abgekauft" wird. Sicherlich nicht von jedem. Die Medienanbieter müssten deshalb darauf achten, dass sie nicht zur "mentalen Umweltverschmutzung" beitragen. Es geht darum, das Klima der Gewalt im Fernsehen zu kippen und die Gewalt-Mentalität, die bisher durch die Medien noch gefördert wird, zu überwinden.

 

Die zentralen Anliegen der Inititative, die sich an Politik und werbungtreibende Wirtschaft richtet, sind:

  • Wir fordern einen verantwortungsbewussten Umgang (sowohl in Qualität als auch in Quantität) mit der Darstellung von Gewalt und Verbrechen im Fernsehen, jedoch ohne Einschränkung der Pressefreiheit.

  • Wir fordern die effektive Durchsetzung und Kontrolle bereits bestehende gesetzlicher Regelungen (Bußgelder, zeitlicher Lizenzentzug).

  • Wir fordern, daß indizierte Filme zu keiner Zeit im Fernsehen ausgestrahlt werden.

  • Wir fordern, dass in Sendungen mit hohem Anteil an Gewalt und menschlichem Leid keine Werbespots geschaltet werden, da in diesem Kontext die Werbung gewaltverharmlosend und desensibilisierend wirkt.

  • Wir appellieren an die werbungtreibenden Firmen, in Sendungen mit hohem Anteil an Gewalt und menschlichem Leid, nicht mehr zu werben und sich offen zu diesem imagefördernden Werbeverzicht zu bekennen.

  • Wir betonen auch die Notwendigkeit erzieherischer und medienpädagogischer Maßnahmen im Elternhaus, im Kindergarten und in der Schule.